
Brandschutztüren und Brandschutztore sind wichtige Bestandteile des baulichen Brandschutzes. Im Ernstfall sollen sie dazu beitragen, die Ausbreitung von Feuer zwischen unterschiedlichen Gebäudebereichen zu begrenzen. Damit diese Funktion zuverlässig erfüllt werden kann, müssen die Anlagen jedoch nicht nur fachgerecht geplant und eingebaut, sondern auch im laufenden Betrieb richtig genutzt und instand gehalten werden.
Gerade im Arbeitsalltag entstehen schnell Situationen, in denen die vorgesehene Funktion einer Brandschutztür oder eines Brandschutztores beeinträchtigt werden kann. Dauerhaft offengehaltene Türen, abgestellte Gegenstände im Schließbereich oder vernachlässigte Wartungsmaßnahmen sind typische Beispiele.
Wir zeigen, welche Fehler Unternehmen bei Brandschutztüren und Brandschutztoren vermeiden sollten und warum eine regelmäßige Kontrolle der Anlagen wichtig ist.
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Gebäude können in verschiedene Brandabschnitte unterteilt werden. Öffnungen innerhalb entsprechender Bauteile benötigen geeignete Abschlüsse, wenn dies im jeweiligen Brandschutzkonzept vorgesehen ist.
Brandschutztüren und Brandschutztore übernehmen an solchen Stellen eine wichtige Aufgabe. Im Brandfall sollen sie ihre vorgesehene Schutzfunktion erfüllen und einer schnellen Ausbreitung des Feuers entgegenwirken.
Entscheidend ist dabei: Die Schutzwirkung hängt nicht allein vom eingebauten Produkt ab. Auch der ordnungsgemäße Zustand und die korrekte Nutzung während des gesamten Betriebs sind relevant.
Im betrieblichen Alltag können Brandschutztüren als störend empfunden werden – beispielsweise zwischen Lager, Produktion, Werkstatt und Fluren.
Deshalb werden Türen gelegentlich mit Keilen, Gegenständen oder anderen improvisierten Lösungen offengehalten.
Genau das kann problematisch sein.
Ist eine Brandschutztür als selbstschließender Abschluss vorgesehen, darf ihre Funktion nicht durch ungeeignete Maßnahmen beeinträchtigt werden. Werden offene Durchgänge benötigt, kommen dafür gegebenenfalls zugelassene beziehungsweise geeignete technische Lösungen infrage.
Unternehmen sollten deshalb niemals eigenmächtig in die vorgesehene Funktionsweise einer Brandschutztür eingreifen.
Paletten, Kartons, Maschinen oder andere Gegenstände können im Arbeitsalltag schnell in unmittelbarer Nähe einer Brandschutztür oder eines Brandschutztores abgestellt werden.
Befinden sich Gegenstände im notwendigen Bewegungs- oder Schließbereich, kann ein vollständiges Schließen verhindert werden.
Besonders in Lager- und Produktionsbereichen sollte deshalb darauf geachtet werden, dass erforderliche Bewegungsbereiche der Anlagen frei bleiben.
Eine regelmäßige Sichtkontrolle im Arbeitsalltag kann helfen, solche Probleme frühzeitig zu erkennen.
Eine Tür schließt nicht mehr sauber. Das Tor läuft ungewöhnlich. Eine Dichtung ist beschädigt oder ein Bauteil sitzt nicht mehr richtig.
Solche Auffälligkeiten sollten bei Brandschutzabschlüssen nicht einfach ignoriert werden.
Bereits kleinere Veränderungen können darauf hinweisen, dass eine Anlage überprüft werden sollte. Eigenständige Reparaturen oder Veränderungen an sicherheitsrelevanten Komponenten sind dabei nicht die richtige Lösung.
Stattdessen sollte der Zustand fachgerecht beurteilt und eine notwendige Instandsetzung durchgeführt werden.
Brandschutztüren und Brandschutztore werden teilweise über Jahre hinweg genutzt. Mechanische Bauteile bewegen sich, Komponenten verschleißen und betriebliche Einflüsse können den Zustand der Anlage verändern.
Regelmäßige Wartungs- und gegebenenfalls erforderliche Prüfmaßnahmen sind deshalb ein wichtiger Bestandteil des langfristigen Betriebs.
Welche Intervalle und Maßnahmen für eine konkrete Anlage gelten, hängt unter anderem von Bauart, Herstellerangaben, Nutzung und den jeweils maßgeblichen Anforderungen ab.
Unternehmen sollten entsprechende Termine daher strukturiert dokumentieren und nicht erst handeln, wenn bereits eine Funktionsstörung vorliegt.
Brandschutz und Rauchschutz werden umgangssprachlich häufig miteinander vermischt. Technisch handelt es sich jedoch nicht automatisch um dieselbe Eigenschaft.
Je nach Gebäudebereich und Brandschutzkonzept können unterschiedliche Anforderungen an einen Abschluss bestehen.
Deshalb sollte bei Planung, Austausch oder Modernisierung genau geklärt werden, welche Eigenschaften am jeweiligen Einbauort erforderlich sind.
Eine vermeintlich passende Tür ist nicht automatisch für jede Brandschutzanforderung geeignet.
Im Laufe der Nutzung eines Gebäudes ändern sich Anforderungen. Türen erhalten neue Beschläge, elektrische Komponenten werden ergänzt oder betriebliche Abläufe verändern sich.
Bei einer normalen Tür sind manche Anpassungen vergleichsweise unkompliziert. Bei einem Brandschutzabschluss können Veränderungen dagegen Auswirkungen auf die vorgesehene Funktion beziehungsweise Zulässigkeit der gesamten Konstruktion haben.
Vor Umbauten, Nachrüstungen oder dem Austausch einzelner Komponenten sollte deshalb geprüft werden, welche Veränderungen für die jeweilige Anlage zulässig sind.
Ein Brandschutztor kann auf den ersten Blick einem normalen Industrietor ähneln. Seine Aufgabe im Gebäude ist jedoch eine andere.
Während bei klassischen Industrietoren häufig Faktoren wie Geschwindigkeit, Wärmedämmung oder Verkehrsfluss im Mittelpunkt stehen, kommt bei Brandschutztoren eine sicherheitsrelevante Funktion hinzu.
Entsprechend müssen Planung, Montage, Betrieb und Instandhaltung auf die konkrete Brandschutzanforderung abgestimmt sein.
Unternehmen sollten Brandschutztore daher nicht einfach wie gewöhnliche Toranlagen behandeln.
Nicht jede Kontrolle muss erst bei einem offiziellen Wartungstermin stattfinden.
Auch Verantwortliche im Unternehmen können im Arbeitsalltag auf offensichtliche Auffälligkeiten achten. Dazu gehören beispielsweise:
Werden Auffälligkeiten festgestellt, sollte die weitere Vorgehensweise fachgerecht geklärt werden.
Gerade in älteren Gewerbe- und Industriegebäuden befinden sich teilweise Brandschutztüren und Brandschutztore, die bereits seit vielen Jahren im Einsatz sind.
Mit der Zeit können sich nicht nur Bauteile abnutzen. Auch die Nutzung des Gebäudes kann sich verändern.
Aus einer Lagerfläche wird beispielsweise ein Produktionsbereich oder Verkehrswege werden neu organisiert. Dadurch können sich auch die Anforderungen an Türen und Tore verändern.
Eine fachliche Betrachtung bestehender Anlagen kann deshalb sinnvoll sein, insbesondere wenn Gebäude umgebaut oder Nutzungskonzepte verändert werden.
Nicht jede beschädigte Brandschutztür muss automatisch vollständig ersetzt werden. Gleichzeitig darf nicht jeder Defekt durch ein beliebiges Ersatzteil behoben werden.
Ob eine Reparatur möglich und fachlich zulässig ist, muss anhand der konkreten Anlage beurteilt werden.
Dabei können unter anderem folgende Faktoren relevant sein:
Eine fachkundige Prüfung schafft hier Klarheit.
Besonders sinnvoll ist es, Brandschutztüren und Brandschutztore bereits frühzeitig in die Gebäudeplanung einzubeziehen.
Dann können Anforderungen aus Brandschutz, Architektur und betrieblichen Abläufen besser miteinander abgestimmt werden.
Bei gewerblichen Gebäuden betrifft das beispielsweise Übergänge zwischen:
Auch bei einer Modernisierung bestehender Gebäude sollte frühzeitig geprüft werden, welche Tür- und Torlösungen für die jeweilige Situation benötigt werden.
Eine fachgerecht eingebaute Brandschutztür oder ein Brandschutztor ist eine wichtige Grundlage – dauerhaft zuverlässig bleibt die Anlage jedoch nur, wenn sie auch im laufenden Betrieb entsprechend behandelt wird.
Blockierte Schließbereiche, unzulässiges Offenhalten, ignorierte Schäden oder vernachlässigte Wartungsmaßnahmen können die vorgesehene Funktion beeinträchtigen.
Unternehmen sollten Brandschutzabschlüsse deshalb als Bestandteil ihres laufenden Sicherheits- und Instandhaltungskonzepts betrachten. Regelmäßige Kontrollen, fachgerechte Wartung und eine schnelle Reaktion auf erkennbare Mängel tragen dazu bei, dass die Anlagen langfristig zuverlässig funktionieren.

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